Übrigens, mein nächstes Jahr verbringe ich in Namibia

„Übrigens, mein nächstes Jahr verbringe ich in Namibia.“ Ungefähr so habe ich vielen Menschen von meinen Plänen nach dem Abitur berichtet.

Die spontanen Reaktionen auf diesen Satz waren unterschiedlicher wie sie nicht hätten sein können:
Manche Schulfreunde haben mich gefragt, wie ich denn darauf gekommen wäre und einige sind sich bis heute nicht so richtig sicher, ob ich aus dem Jahr lebend zurückkehre.

Meine Oma fragte mich sofort, nachdem sie von meinen Plänen hörte, wie ich mir denn dort die Wäsche sauber waschen wolle.

Und eine Freundin stellte infrage, ob meine Kochkünste wirklich für ein Jahr ausreichen.

Auf der anderen Seite gab es auch ganz andere Reaktionen:
Mein Opa war bereits vor 10 Jahren in Namibia und fing sofort an, alle Karten und Bücher aus dem Keller hervorzuholen.

Eine Schulkameradin, die bereits mehrere Male für einen längeren Zeitraum in Tansania war, meinte, dass mein Plan auf jeden Fall cool wäre.

Und nun stehe ich hier eine Woche vor meiner Ausreise und muss feststellen, dass ich überhaupt nicht weiß, was mir eigentlich bevorsteht.

Meine persönlich größte Sorge war vielleicht bisher, für ein Jahr auf regelmäßige Kino- und Freizeitpark-Besuche zu verzichten. 😉

Spaß beiseite – heute denke ich, dass mir vor allem meine Familie, Freunde und Hobbys in Paderborn fehlen werden.

Außerdem bin ich mir sicher, dass ich die wahren Herausforderungen, die ich in dieser Zeit bewältigen muss, noch gar nicht kenne. Welche Schwierigkeiten wirklich auf mich zukommen, werde ich wohl erst wissen, wenn ich auch richtig in Namibia angekommen bin. Demnach lohnt es sich doch eigentlich gar nicht, sich jetzt schon Sorgen zu machen.

Aber auch wenn man sich trotzdem in dieser Zeit Gedanken über mögliche Herausforderungen und Probleme macht, überwiegt meine Vorfreude:

So bin ich der festen Überzeugung, dass jetzt nach dem Abitur der ideale Zeitpunkt ist, um ein Jahr woanders zu leben. Ich werde die Chance bekommen, sowohl eine andere Kultur als auch mich selbst noch besser kennenzulernen!

Ich bin echt gespannt, welche Personen, Tiere, Pflanzen, Gewohnheiten, Traditionen und andere Dinge in Namibia auf mich warten!

Ich bin überglücklich und erleichtert, dass mein Visum rechtzeitig angekommen ist und dass ich mit den drei anderen Namibia-Freiwilligen pünktlich am 23. August ausreisen werde.

Erst einmal werden wir dann von Frankfurt in die Hauptstadt Windhoek fliegen, wo wir dann noch ein paar Tage bleiben, bis unser Visum vollständig ausgestellt ist.

Mehr Informationen über meine Einsatzstelle und über meine Entsendeorganisation findet ihr ebenfalls hier auf der Website!

Gerne nehme ich euch mit diesem Blog auf meine Reise mit und werde hier in regelmäßigen Abständen meine Erfahrungen und Eindrücke teilen.

Aktuelle Informationen und Fotos werde ich auf meine Instagram-Seite hochladen. Schaut auch dort einfach mal vorbei!

Hier ein Bild von uns Namibia-Freiwilligen: Ganz links ist Tom, mit dem ich zusammen in Oshipeto sein werde. In der Mitte sind Julia und Hanna, die das Jahr in Iilyateko verbringen.

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