Der Flug und der erste Tag in Windhoek

Als ich am 23. August morgens aufgewacht bin, hatte ich tatsächlich ein ähnliches Gefühl wie vor ein paar Monaten am Morgen vor einer Abiturklausur:

Beide Male hat man sich auf einen Tag über einen längeren Zeitraum vorbereitet und jetzt ist man gespannt, was auf einen zukommt.

Am Flughafen angekommen, war ich dann hin- und hergerissen: Ich habe mich natürlich sehr auf ein Wiedersehen mit meinen drei Mitfreiwilligen gefreut und war sehr erleichtert, dass ich nicht allein in einen Flieger steigen musste, sondern in bester Begleitung bin.

Auf der anderen Seite wird einem am Flughafen jedoch noch einmal mehr bewusst, dass der Moment des Abschiedes immer näher rückt, den wir dann letztendlich aber doch alle ganz gut gemeistert haben!

Nach dem etwa zehnstündigen Flug sind wir gegen 6 Uhr etwas müde, aber wohlauf in Namibia gelandet.

Anschließend warteten wir einige Zeit auf unser Taxi, aber dann kam irgendwann doch unser Fahrer Alex und brachte uns zu unserer Unterkunft in der Nähe von Windhoek.

Während der Autofahrt bekamen wir die erste Gelegenheit, bei afrikanischer Pop-Musik aus dem Autoradio die Landschaft, die sich doch sehr von Deutschland unterscheidet, zu betrachten:

Wir fuhren zum Teil über eine asphaltierte Hauptstraße, jedoch auch häufig über steinige und sehr staubige Wege bis hin zu unserer Unterkunft. Dort wurden wir erstmal von vielen Affen erwartet, die hier über das Gelände und über die Dächer der Häuser spazieren.

Tom hat sich erstmal richtig erschrocken, als er ins Badezimmer ging und vor dem Fenster ein riesiger Affe saß. Da müssen wir echt aufpassen, dass wir die Fenster und Türen zu unserem Zimmer geschlossen halten.

Obwohl einem auf den ersten Blick erst einmal die Unterschiede zwischen Deutschland und Namibia auffallen, merkt man aber immer wieder, dass es auch Gemeinsamkeiten gibt:

So hat unser Taxi-Fahrer zu Tom gesagt, als Tom die Quittung für ihn geschrieben hat, dass er ja eine Schrift wie ein Doktor hätte. Genau dieser Vergleich wird ja auch oft in Deutschland verwendet.

Es scheint also so, dass auch die Ärzte in Namibia nicht für ihre Schönschrift bekannt sind.

Am Nachmittag haben wir eine Wanderung auf einen Berg in der Umgebung unternommen. In der Sonne war es an manchen Stellen echt anstrengend, aber wir wurden mit einem tollen Blick von oben belohnt.

Auf dem Rückweg gingen wir an einem Haus vorbei, in dessen Fenster die Maus von der „Sendung mit der Maus“ hing. Lustig, wie die wohl ihren Weg hierher gefunden hat. Aber auch daran sieht man wieder: Es gibt Gemeinsamkeiten, man muss nur genau hinschauen!

Am Abend wurde in unserer Unterkunft ein großes Grillen veranstaltet. Eine Grill-Party bezeichnet man hier übrigens als „Braai“. Grillen und Fleisch essen machen die Menschen hier wohl besonders gern, so haben wir bisher zu jeder Mahlzeit, egal ob zum Frühstück, zum Mittag oder zum Abend, Fleisch gegessen. Beim Abendessen haben wir noch einen Priester kennengelernt, der uns zu einer Messe eingeladen hat.

Von dieser und der weiteren Zeit in Windhoek werde ich dann im nächsten Blog-Eintrag berichten!

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